1.7 stars - 3 reviews5

Pflichtschulabsolvent : Person nach Erfüllung der 9-jährigen... [Pflichtschulabsolvent]


-1

Pflịchtschulabsolvẹnt

der, -en, -en
Person nach Erfüllung der 9-jährigen Unterrichtspflicht

Referenz von Pflichtschulabsolvent




Art des Wortes: Substantiv

Erstellt von: Koschutnig am 11.Jan.

Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)

Gebrauch: Österr. Standarddeutsch

Links: Österreichisches Wörterbuch : Pflichtschulabsolvent V W - Referenz von Pflichtschulabsolvent

Dieser Eintrag ist noch nicht Teil des Wörterbuches.

  


Bekanntheit

Ab zehn Bewertungen erstellen wir eine Karte Österreichs mit der Bekanntheit des Wortes. Du kannst Dir aber die aktuelle Karte ansehen.

Bewertungen (3)



0
Wie Firmian soeben zu Pflichtschullehrer anmerkt: Verwendung findet der Begriff "Pflichtschulabsolvent" besonders für Personen, die außer der erfüllten Unterrichtspflicht keine weitere Ausbildung genießen oder genossen haben. Danke, Firmian, für diese Erwähnung, die mich drauf aufmerksam gemacht hat, dass der Eintrag bisher gefehlt hat.AMS-Chef Johannes Kopf, Akademiker:
Die statistische Wahrscheinlichkeit, dass mein Sohn nur die Pflichtschule besucht, liegt bei 7 Prozent. Wäre ich hingegen Pflichtschulabsolvent, läge sie bei 30 Prozent.
Quelle: Peter Rabl. Der Unwohlfahrtsstaat. Hat unser System noch Zukunft? (2015)
Dramatisch ist die Lage in Wien mit einer Arbeitslosenrate von 39 Prozent bei Pflichtschulabsolventen.
Quelle: derStandard.at, 11.2.2016
Zumindest in Österreich darf man ja laut PISA-Studie keinesfalls erwarten, dass ein Pflichtschulabsolvent in der Lage ist, sinnerfassend zu lesen
Quelle: Ritchie Pettauer, Der Journalist und sein Henker
(16.3.2015)
Fast die Hälfte aller Jobsuchenden, die beim AMS gemeldet sind, haben nur einen Pflichtschulabschluss. Während 17,6 Prozent der Pflichtschulabsolventen arbeitslos sind, sind nur 2,3 Prozent der Akademiker ohne Job. [...] Deutlich gefragter bei Unternehmen als Pflichtschulabsolventen sind daher Personen mit Lehrabschluss, unter diesen lag die Arbeitslosigkeit in den ersten drei Quartalen dieses Jahres bei sechs Prozent.
Quelle: Kleine Zeitung, 22.11.2002

Gefunden:
Pflichtschulabsolventen auf einer deutschen Seite:
Gerade in der untersten Bildungsstufe, der Pflichtschulabsolventen, ist das Ausmaß der Bildungshomogamie größer geworden
Quelle: Volker Jarco „Gleich und Gleich gesellt sich gern", RWTH Aachen
.Allerdings ist das von der Innsbrucker Politologin Erna Appelt und dem Wiener Sozialwissenschaftler Albert Reiterer:
Insgesamt stellen sie eine leichte Abnahme der Homogamieraten in Österreich fest (Vgl. Appelt und Reiterer 2009: 45 f., 59 f.).]
Quelle: Jarco „Gleich und Gleich..." RWTH Aachen

von Koschutnig am 11.Jan.

 


  Anmelden zum Kommentieren






Links: Russwurm | Die TechnikwerkerAGB | Impressum

Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.