alterirn : sich über etwas kränken [alterirn]


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alterirn

sich über etwas kränken

Referenz von alterirn




Erstellt von: Castοr am 16.Jan.

Gebrauch: Dialekt

Links: Österreichisches Wörterbuch : alterirn V W - Referenz von alterirn

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Bekanntheit

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sich alterieren:
Der tapfere Soldat wackelte zu diesen Worten mit dem Federbusch, klirrte mit dem Säbel, stampfte mit den Sporen, focht mit der Reitpeitsche in der Luft [...]. »Doch, es ist unter meiner Würde, mich über solche Kanaille zu alterieren,« fuhr er ruhiger fort: »ich werde ihn verklagen, so tu' ich.«
Quelle: Wilhelm Hauff (1802-1827), Freie Stunden am Fenster, Werke VI
Sie behauptet, du seist ihr gar nicht auf den Leim gegangen, seist nicht mal betrunken gewesen.« – »Sondern?« – »Es sei ein Geschäft gewesen wie jedes andere.« – Lorriner wich zurück. Sein Gesicht war gelb. – »Das braucht dich nicht zu alterieren,« fuhr Etzel fort, »ich werde schon dafür sorgen, dass sie in Zukunft . . .
Quelle: Jakob Wassermann, Etzel Andergast (1931)
Sie alterieren sich, Madame?« »Wie sollte ich mich nicht alterieren ? Sie liegen da in Ihrem Staatsbett und frühstücken mit aller Seelenruhe; Sie nennen mir den verhasstesten Namen, den ich auf Erden kenne.
Quelle: Wolf von Niebelschütz, Der blaue Kammerherr (1949/2012)
Würde jeder, der zustimmend nickt, wenn von den faulen Arbeitslosen die Rede ist, oder Müntefering Beifall spendet, wenn er sich alteriert: "Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen", mal drei Monate versuchen, mit ALG II auszukommen, würde ihm wohl klar, dass die Mehrheit gerne auf die Almosen des Staates verzichten würde, wenn er nur einen Existenz sichernden Job bekäme.
Quelle: flegel-g.de, 06.12.2017

von Koschutnig am 17.Jan.

 


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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

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Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

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